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  • 21.07.2024

Vom Suchen und Finden von Wissen und Expert*innen

TransforMA-Forscher arbeiten an intelligenter Lösung für interorganisationalen Wissensaustausch und Technologietransfer. Elasticsearch wird genutzt, um ein digitales Archiv zu erstellen. So wird Expertenwissen effizient vernetzt und zugänglich gemacht. Das System befindet sich aktuell in der Testphase und soll bis 2027 durch ein Chatbot erweitert werden. Ziel ist es, den Wissensaustausch und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken.
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TransforMA-Forscher arbeiten an intelligenter Lösung für interorganisationalen Wissensaustausch und Technologietransfer

Durch technologischen Fortschritt und das zunehmende Streben nach Wissen erleben wir eine regelrechte Flut an Forschungsergebnissen. Dieses exponentielle Wachstum wird durch digitalen Zugang zu Bildung, innovative Technologien und globale Vernetzung ermöglicht. Gleichzeitig stellt es Organisationen vor die Herausforderung, diese wertvolle Ressource effektiv zu nutzen und zugänglich zu machen. Es gilt, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen zu überführen.

Organisationen und Menschen sind darauf angewiesen, Wissen effizient zu vernetzen, um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Doch die Suche nach Expertise ist oft mühsam. Herkömmliche Methoden wie die Durchforstung von Datenbanken oder Internetrecherchen auf Basis von Suchmaschinen wie Google sind zeitaufwendig und oft unpräzise. Viele relevante Informationen oder wertvolle Expertisen bleiben dadurch ungenutzt.

Das Team von Prof. Dr. Oliver Hummel bei TransforMA hat diese Problematik erkannt und eine innovative Lösung entwickelt: Mithilfe von Elasticsearch, einer intelligenten Suchmaschinentechnologie, entsteht ein digitales System, das alle relevanten Informationen innerhalb einer Organisation erfasst. Nutzerinnen können gezielt nach Wissen oder Expertinnen suchen und erhalten Zugriff auf ein umfassendes Archiv, das Daten aus Quellen wie Universitätswebseiten oder wissenschaftlichen Artikeln integriert. Einblick in Profile von Expert*innen, deren Forschungsinteressen und Veröffentlichungen wird durch wenige Klicks ermöglicht.

Diese Lösung eröffnet völlig neue Möglichkeiten für den Wissensaustausch und den Technologietransfer. Das System ist flexibel skalierbar und ermöglicht eine Vernetzung über mehrere Organisationen hinweg, zum Beispiel zwischen Hochschulen und Unternehmen. So können verschiedene Akteure zusammengebracht werden, um Wissen effizienter nutzbar zu machen.

An der Hochschule Mannheim und der Universität Mannheim wird das System bereits erfolgreich eingesetzt. Bis Ende 2027 plant das Team die Entwicklung eines Chatbots, der den Zugang zu Wissen weiter vereinfachen und allen Stakeholdern ermöglichen soll, auf die Wissensressourcen der Hochschulen zuzugreifen. Damit wird nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gestärkt, sondern auch ein entscheidender Beitrag zur Innovationskraft geleistet.

Weitere Details und erste Ergebnisse des Projekts sind online verfügbar: arXiv.org:2404.02921. Bei inhaltlichen Fragen steht Prof. Dr. Oliver Hummel per E-Mail zur Verfügung: o.hummel@hs-mannheim.de.

Abbildung 1: Flussdiagramm für das vorgeschlagene verbesserte Forschungsinformationssystem. ©Gautam Kishore Shahi

Abbildung 2: (a) Beispielhaftes Architekturdiagramm und Datenfluss für die Sucherfahrung (b) Wortwolke, die aus den Forschungsbereichen von Professor*innen mit Google Scholar-Profilen an der Hochschule Mannheim generiert wurde. ©Gautam Kishore Shahi

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