Über 100 Dezibel für die Wissenschaft: Mannheimer Publikum feiert den dritten BRAIN R!OT
Rund 400 Gäste, fünf Professoren und fünf ganz unterschiedliche Fachgebiete: Beim dritten BRAIN R!OT am 5. November 2026 wurde die Alte Feuerwache Mannheim zur Bühne für Wissenschaft, Unterhaltung und jede Menge Applaus.
Rund 400 Gäste, fünf Professoren und fünf ganz unterschiedliche Fachgebiete: Beim dritten BRAIN R!OT am 5. November 2026 wurde die Alte Feuerwache Mannheim zur Bühne für Wissenschaft, Unterhaltung und jede Menge Applaus.
Wie klug ist eigentlich KI? Was hat Versicherung mit Klimawandel zu tun? Und welche Rolle spielen winzige RNA-Moleküle in unseren Zellen? Beim dritten BRAIN R!OT, dem Science Slam von TRANSFORMA, präsentierten fünf Professoren der Technischen Hochschule Mannheim und der Universität Mannheim ihre Forschung auf unterhaltsame und verständliche Weise. Rund 400 Besucherinnen und Besucher erlebten am Donnerstagabend in der voll besetzten Alten Feuerwache einen Abend voller überraschender Erkenntnisse, humorvoller Einblicke und spannender Diskussionen.
Den lautesten Applaus des Abends erhielt Prof. Dr. Oliver Brand von der Universität Mannheim. Mit seinem Vortrag zur Bewältigung des Klimawandels durch Versicherung überzeugte er das Publikum und wurde zum Slammer des Abends gekürt. Der Applaus erreichte dabei über 100 Dezibel!
Wissenschaft, die Menschen zusammenbringt
In ihrem Grußwort betonte die Rektorin der Technischen Hochschule Mannheim, Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses, die Bedeutung des Wissenschaftstransfers. Neben Forschung und Lehre sei es eine zentrale Aufgabe der Hochschulen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen und den Austausch mit Wirtschaft und Stadtgesellschaft zu fördern.
„Wissenschaftstransfer beginnt nicht erst dort, wo eine neue Technologie marktreif wird oder ein Unternehmen gegründet wird. Er beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen“, sagte Altmann-Dieses. Der Science Slam sei dafür ein besonders unterhaltsames Format, das Wissenschaft auf niedrigschwellige Weise erlebbar mache.
Fünf Fachgebiete, fünf Perspektiven
Von Informatik und Physik über Rechtswissenschaft und Biologie bis hin zu Design: Die fünf Slammer zeigten, wie vielfältig die Forschung an den beiden Mannheimer Hochschulen ist.
Prof. Dr. Heiko Paulheim (Universität Mannheim, Data Science) ging in seinem Vortrag „KI, Kekse, Kompetenzen. Wie klug ist KI wirklich?“ der Frage nach, was künstliche Intelligenz tatsächlich kann. Mit seiner Handpuppe Pepe, einem „stochastischen Papagei“, veranschaulichte er auf humorvolle Weise die Grenzen von Sprachmodellen.
Prof. Dr. Georg Krocker (TH Mannheim, Physik und Mathematik) nahm die Hochschullehre unter die Lupe. In seinem Slam „Warum unsere Studis nicht doof sind, aber die Lehre zu schlecht und unterfinanziert“ zeigte er, warum unsere Intuition bei physikalischen Fragestellungen oft täuscht und weshalb gute Lehre entsprechende Rahmenbedingungen braucht.
Prof. Dr. Oliver Brand, LL.M. (Universität Mannheim, Versicherungsrecht) widmete sich dem Klimawandel und der Frage, wie Versicherungen zu dessen Bewältigung beitragen können. Er zeigte auf, welche Rolle Versicherungsschutz, Prävention und Baurecht beim Umgang mit Klimarisiken spielen.
Prof. Dr. Mathias Hafner (TH Mannheim, Molekular- und Zellbiologie) entführte das Publikum mit „Size matters? Nachrichten aus der RNA-Unterwelt“ in die Welt der microRNAs. Die winzigen Moleküle spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation unserer Gene.
Prof. Kai Beiderwellen (TH Mannheim, Kommunikationsdesign) blickte mit „Critical Futures. Minority Report 2070“ in mögliche Zukünfte. Gemeinsam mit seinem US-amerikanischen Kollegen Ian Pollock entwickelt er Ansätze, mit denen Studierende aus Mannheim und Kalifornien Zukunftsszenarien entwerfen und gestalterisch erfahrbar machen.
Vom Brainrot zum BrainRiot
Durch den Abend führte ein Moderationsduo. Ines Skrzypek, Redakteurin im TRANSFORMA COMLAB und dort verantwortlich für Social Media, machte aus dem Publikum eine Jury: Sie schulte die Gäste in einer dreistufigen Bewertungsskala, vom Brainrot zum BrainRiot, und führte nach jedem Slam die Fragerunde. Ihr Co-Moderator Prof. Axel Kolaschnik, Leiter des TRANSFORMA COMLAB verabschiedete das begeisterte Publikum mit den Worten: „Wissen ist wie Liebe. Es wird mehr, wenn man es teilt.“
Über BRAIN R!OT und TRANSFORMA
BRAIN R!OT ist der Science Slam von TRANSFORMA, dem gemeinsamen Transferprojekt der Technischen Hochschule Mannheim und der Universität Mannheim, gefördert im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“.
Konzipiert und veranstaltet wird das Format vom TRANSFORMA COMLAB, dem Labor für experimentelle Wissenschaftskommunikation an der TH Mannheim. Der erste BRAIN R!OT fand im November 2025 in der Alten Feuerwache statt, der zweite im April 2026 bei der Langen Nacht der Innovation und Kultur im MAFINEX.
Aktuelle Einblicke und weitere Informationen gibt es auf Instagram unter @comlab_transforma.
Ansprechperson: Prof. Axel Kolaschnik TRANSFORMA COMLAB, Technische Hochschule Mannheim
Fotos: Karl Hacker
„Wissen ist wie Liebe. Es wird mehr, wenn man es teilt.“